Farbige Erde
Malaktion „Regenwurm“, Schulhof Schule am Buchenberg. Gemalt wurde mit Erdpigmenten und Kaseinfarbe, die nach ein paar Wochen wieder verschwand.
Erdpigmente – Farben aus der Natur
Was sind Erdpigmente?
Erdpigmente sind natürliche Farbstoffe, die aus der Erde kommen. Man findet sie in bestimmten Steinen und Erden. Beispiele sind Ocker, Umbra, Rötel oder Grünerde.
Schon die Höhlenmaler der Urzeit haben mit farbigen Erden gemalt.
Wie werden Erdpigmente hergestellt?
Das bunte Gestein oder die Erde wird zerkleinert und gemahlen, bis ein ganz feines Pulver entsteht.
Dieses Pulver kann man dann mit Wasser, Öl oder anderen Stoffen mischen, um Farbe herzustellen.
Woraus bestehen Erdpigmente?
Die Farben entstehen durch natürliche Stoffe in der Erde – vor allem durch Eisen und Mangan. Diese Stoffe geben den Pigmenten ihre typischen Farben: Gelb oder Rot durch Eisenoxide, Braun oder Grün durch andere Mineralien.
Eigenschaften von Erdpigmenten
Lichtecht: Sie bleichen nicht so leicht aus, auch wenn Sonne darauf scheint. Ungiftig: Da sie aus der Natur kommen, sind sie in der Regel nicht giftig und gut verträglich. Veränderbar: Wenn man manche Erden erhitzt (brennt), ändert sich ihre Farbe – z. B. wird gelber Ocker zu rotem Ocker.
Wofür werden Erdpigmente benutzt?
In der Kunst: Künstler benutzen sie für Bilder und Wandmalereien. Beim Bauen: Sie färben Putze, Wände oder Lehmfarben schön natürlich ein. Zum Mischen: Man kann verschiedene Erdpigmente mischen und viele neue Farbtöne herstellen!
Bekannte Erdpigmente
Ocker: Gibt es in Gelb, Rot und Braun. Umbra: Ein Braunton, der manchmal etwas grünlich oder rötlich aussieht.
Terra di Siena: Eine rote Erde aus Italien – wenn man sie brennt, wird sie dunkler.
Grünerde: Eine grünliche Erde, die je nach Herkunft unterschiedlich aussieht.
Boden und Erde – die Grundlage des Lebens
Ohne Boden gäbe es kein Leben auf der Erde. Im Boden wachsen Pflanzen, und viele Tiere leben darin – zum Beispiel Regenwürmer, Käfer oder winzige Bakterien. Sie alle helfen mit, dass die Erde fruchtbar bleibt.
Arten von Boden
Boden ist nicht überall gleich. Es gibt verschiedene Sorten:
• Sandboden: fühlt sich locker an, lässt Wasser schnell durch, ist aber oft trocken.
• Lehmboden: eine gute Mischung – speichert Wasser und Nährstoffe, ideal für viele Pflanzen.
• Tonboden: sehr fest und schwer, speichert viel Wasser, kann aber hart werden.
Man spricht auch von leichten (z. B. Sandboden) und schweren Böden (z. B. Tonboden). Je nachdem, wie viel Humus (zersetzte Pflanzenreste) im Boden ist, nennt man ihn humusarm oder humusreich. Auch der Kalkgehalt ist wichtig: Manche Böden sind sauer, andere kalkhaltig (also basisch).
Mit Kompost oder Kalk kann man den Boden verbessern, damit Pflanzen besser wachsen.
Kompost – das Recycling der Natur
In der Natur gibt es keinen Abfall!
Wenn du durch den Wald gehst, siehst du, dass die Blätter vom Herbst im Frühling fast verschwunden sind. Sie wurden von kleinen Tieren und Pilzen zersetzt – daraus entsteht Humus, der neue Pflanzen wachsen lässt.
Diesen Vorgang kann man auch im Garten nachmachen.
Mit einem Komposthaufen verwandelst du Küchenabfälle, Laub und Pflanzenreste in wertvolle Erde. So tust du etwas Gutes für die Umwelt – und deine Pflanzen freuen sich über viele Nährstoffe!
Tipp:
Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) zeigt in seiner Broschüre „Kompost im Garten“, wie man Kompost richtig anlegt.
Auf dem YouTube-Kanal des BZL gibt es dazu auch ein Video: „Wie kompostiere ich richtig?“
Tierisch nützlich… der Regenwurm
Ein Wort für „Regenwurm“…
• earthworm (engl.) • lombrico (ital.) • minhoca (portug.) • ver de terre (frz.) • nsusu ya ntoto (kongolesisch)
Mehrsprachigkeit in der Vermittlungsarbeit gehört zum Projekt „Farbengarten“.
Erdpigmente
könnt ihr selber sammeln; hier in Deutschland gibt es viele unterschiedliche Braunerden. In England und Marokko gibt es rote Eisenoxiderde. Auf Zypern gibt es grüne Erde. Bei www.kremerpigmente.de könnte ihr Farben beziehen. Erdpigmente sind meist unbedenklich, trotzdem empfiehlt sich ein Blick in die Herstellerangaben. Bei Kremer Pigmente habt Ihr immer ein Sicherheitsdatenblatt, wo der Umgang mit dem Pigment beschrieben ist. Es gibt jedoch viele weitere Naturpigmente Händler. (Boesner, Gerstäcker etc.)
Regenwürmer – die Weltmeister im Tunnelgraben
Regenwürmer sind echte Superhelden im Boden!
Sie graben viele Gänge und helfen so, dass Pflanzen gut wachsen können. Dabei verwandeln sie alte Pflanzenreste in fruchtbare Erde, den Humus.
Wie sehen Regenwürmer aus?
Regenwürmer sind lang und weich und fühlen sich etwas feucht an.
Ihr Körper ist in viele Ringe (Segmente) eingeteilt. Auf jedem Ring haben sie winzige Borsten, mit denen sie sich im Boden festhalten und bewegen können.
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Der Gemeine Regenwurm (auch Tauwurm genannt) kann bis zu 30 cm lang werden.
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Der Kompostwurm wird höchstens 14 cm lang.
Regenwürmer sind rötlich oder braun, manche auch mit hellen Ringen.
Wie atmen Regenwürmer?
Regenwürmer haben keine Lunge wie wir.
Sie atmen durch ihre Haut!
Darum muss ihre Haut immer feucht bleiben – sonst können sie ersticken.
Wo leben Regenwürmer?
Regenwürmer leben fast überall auf der Welt – im Boden, auf Wiesen, in Wäldern oder im Garten.
Am liebsten mögen sie feuchte Erde, aber nicht zu nass.
Sie fühlen sich bei etwa 10 bis 15 Grad Celsius am wohlsten.
In einem Quadratmeter Erde leben oft über 100 Regenwürmer!
Wie leben Regenwürmer?
Regenwürmer sind nachtaktiv.
Nachts kriechen sie aus dem Boden, um Futter zu suchen.
Tagsüber verstecken sie sich in ihren selbst gegrabenen Gängen.
Diese Gänge können mehrere Meter tief und viele Meter lang sein!
Durch das Graben wird der Boden locker und mit Luft versorgt – das ist super für Pflanzen.
Was fressen Regenwürmer?
Regenwürmer fressen verrottete Blätter, Pflanzenreste und Erde.
In ihrem Körper wird das zu nährstoffreichem Humus, also zu einer Art natürlichem Dünger.
So helfen sie, dass neue Pflanzen besser wachsen.
Können Regenwürmer sich heilen?
Ja, ein Regenwurm kann ein Stück vom Körper nachwachsen lassen, wenn es am Hinterende verloren geht.
Aber: Wenn man ihn in der Mitte teilt, entsteht nicht ein zweiter Wurm!
Wie alt werden Regenwürmer?
Regenwürmer können 2 bis 8 Jahre alt werden – wenn sie nicht vorher von einem Vogel gefressen werden.
Warum sind Regenwürmer so wichtig?
Ohne Regenwürmer wäre die Erde hart und leblos.
Sie machen den Boden locker, fruchtbar und gesund – und helfen damit Pflanzen, Tieren und uns Menschen.
Darum sind Regenwürmer echte Weltmeister im Tunnelgraben!
Weitere Informationen: https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-regenwurm-100.html
Animationsfilm zum Regenwurm









