Garten anlegen
Den Boden vorbereiten
Wenn Ihr einen neuen Garten anlegen wollt, habt Ihr verschiedene Möglichkeiten.
Was ist Mulchen?
1. Ihr könnt z.B. den „No-Dig-Ansatz“ wählen. Wörtlich übersetzt geht es also um ein „Nicht-umgraben-Beet“. Dahinter steckt die Idee, dass Beete angelegt werden können, ohne den Boden großflächig umzugraben. Das künftige Beet wird mit einer lichtdichten Folie bedeckt und mit dem Pflanzenmaterial darunter kompostiert. Für kleine Flächen ist das sogenannte „Mulchen“ eine gute Option.
Der Begriff „mulchen“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet unverrottetes organisches Material. Es ist ein Schutz für die obere Bodenschicht. Der Mulch hat dabei zahlreiche Funktionen. Zunächst wird verhindert, dass die obere Schicht austrocknet. So kann man auch Unkraut bekämpfen und den Boden anreichern .
Alternativ dazu könnt ihr auch eine Schicht aus Pappe auftragen, um das Licht zu blockieren und das Wachstum von Gras und anderen Pflanzen zu unterdrücken. Die Pflanzen können so nicht austreiben und kein neues Sonnenlicht + damit Energie tanken. Man kann Verpackungen von Kartons verwenden oder Rollpappe vom Hersteller kaufen. Die Abdeckung sollte dann noch beschwert werden.
Idealerweise bedeckt Ihr den Boden ein Jahr lang. Wenn Ihr die Schicht früher entfernen wollt, müsst Ihr hartnäckiges Unkraut wie z.B. Hahnenfuß ausgraben.
Warum umgraben?
2. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Boden umzugraben und zu bearbeiten, um ihn für das Pflanzen vorzubereiten. Grabt die Fläche mit einer Grabgabel um. Dies ist energieintensiver, aber schneller. Ihr könnt auch einen kleinen Pflug benutzen, um das Land für die Bepflanzung vorzubereiten.
In bestimmten Bereichen muss man die Beete umgraben. Anschließend kann man Techniken anwenden, die kein Graben erfordern, um die Bodenstruktur nicht zu zerstören. Dadurch wird organisches Material aufgenommen und es entsteht ein günstiges Umfeld für Wasser, Pilze und Bakterien im Boden.
Bestandsaufnahme verschiedener Färberschätze:
Manche Menschen haben längst einen Färbergarten, ohne es zu wissen, weil bereits in ihrem Garten Pflanzen wachsen, die sich zum Färben eignen: Holunder ( violett) , Brombeere (dunkelblau) , Liguster (schwarzblau) Birken (gelb), Walnuss (goldbraun), etc.
An welchem Ort?
Ein Färberpflanzengarten läßt sich auf so gut wie jedem Grundstück anlegen. Bloß sonnig und frei von Staunässe sollte der Ort sein. Bereits ein Quadratmeter reicht für eine Zusammenstellung interessanter Färberpflanzen aus.
Sogar in einer Obstkiste hat einen Färberpflanzengarten Platz. Diese mobilen Kisten sind ideal zum Aufstellen in Höfen, Terrassen, Balkonen dort, wo es nicht soviel Grünflächen hat. Sie lassen sich auch mal vorübergehend transportieren, wenn die Schulen schließen, kann man sie in Gießpatenschaften geben.
Hier findet man eine Vielzahl von Themengärten mit Färberpflanzen:
Eckenbrecht, Imela und Reichenbach, Peter: Farbstark mit sevengardens. Das Färbergarten-Netzwerk für eine bessere Welt. Darmstadt. Pala Verlag 2017
Bewässerung
Intelligente Wasserversorgung
Hitze und Trockenheit: Beim Anlegen eines Beetes oder Hochbeetes könnte ihr Olas einbauen. So nennt man die Zisternen aus Ton, die z.B. vielerorts in Portugal verwendet werden. Füllt man diese Tontöpfe mit 2-3 Liter Wasser, geben sie über mehrere Tage gleichmäßig Wasser ab.
Für heiße Sommertage eine ideale Wasserversorgung.
Hier ein Film zum Nachbauen von Olas.
Unkraut, Beikraut, Zeigerpflanzen?
Hochinteressante Beiträge vom NDR zu unseren vielgeliebten „Beikräutern“. Sie stehen oft zu unseren Kulturpflanzen in Konkurrenz um Wasser und Licht, haben aber auch einen ökologischen Wert. Hier mehr darüber…





