Vielfalt

Vögel füttern und kennenlernen

Kinder kennen oft wenige Tiere bei ihrem Namen. Insbesondere dann, wenn sie sonst wenig Kontakt zur Natur haben. Fragt man sie, welche Tiere sie kennen, dann kommen oft Antworten wie: „Hund“, „Katze“, „Vogel“, und als Differenzierung: „kleiner Hund“, „kleine Katze“, „großer Vogel“. Exoten wie „Panda Bär“, „Einhorn“, „Löwe“ kennen sie meist aus den Medien.

Um den Kindern vor Ort in einer Einrichtung zu ermöglichen, verschiedene Vogelarten in ihrer Umgebung kennenzulernen, haben wir einen zusätzlichen Programmpunkt mit dem Bau von Vogelhäuschen entwickelt.

Vögel beobachten und Prototypenbau

Es wurden verschiedene Modelle zum Selberbasteln (z.B. aus Recyclingmaterialien wie Milchtüten) gezeigt, die Kinder konnten später beobachten, welche dieser Modelle gut funktioniert haben und sie konnten die verschiedenen Vogelarten direkt auf Augenhöhe aus dem Fenster beobachten. Die unmittelbare Naturerfahrung, der Kontakt zu den verschiedenen Vogelarten erweiterte ihr Interesse an ihrer Umgebung und das Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Vogelfutterstation aus Weidenzweigen, mit Faden gebündelt.

Selbstgemachter Meisenknödel

Vogelfutterstationen vor dem Fenster: Amsel, Blaumeise, Kohlmeisen, Sperber und Rotkehlchen kamen zu Besuch.

Ein Wort für Vogel:

bird (engl.)  • oiseau (frz.) • tayir (persisch) • طائر (arab.) uccello (ital.) •

Mehrsprachigkeit in der Vermittlungsarbeit gehört zum Projekt „Farbengarten“.
Vielfalt zeigt sich auch in den verschiedenen Herkunftssprachen.

Naturerlebnis Futterstelle

Brauchen Vögel unser Futter? Wenn Ihr  im Garten die Vögel füttert, könnt ihr das gerne im Frühjahr und Sommer fortsetzen. Vielerorts ist das ausgehende Frühjahr die Zeit in der die Vögelt am wenigstens Nahrung finden. Beerensträucher und Samenstände sind leer gefressen, Insekten und andere Kleintiere sind kaum vorhanden. Gleichzeitig sind das Brüten, die Jungenaufzucht und die anschließende Mauser für Vögel mit hohem Energieaufwand verbunden. Daher kann eine Fütterung auch im Frühjahr und Sommer helfen.

Grundrezept Fettfutter

1-2 Teile Fett (Rindertalg),
1 Teil Futter Sämereien, getrocknete Mehlwürmer, Trockenobst. Mehr Infos zum artgerechten Füttern und kostenloses Faltblatt bei: Nabu/LBV

Vogelfutterstationen:

Sie können Meisenknödel ohne Netz in speziellen Halterungen wie Spiralen,  oder Drahtkörben aufhängen, indem Sie einen selbstgebauten Halter aus Weidenästen oder Draht (z.B. Schneebesen) verwenden oder Meisenknödel mit eingebauter Schnur kaufen. Der Schlüssel ist die Verwendung eines robusten Behälters, der die Knödel sicher hält und es den Vögeln ermöglicht, sie zu erreichen, ohne sich darin zu verfangen.

Auch mit Milchtüten lassen sich gut Vogelfutterstation bauen. Anleitung hier: Wichtig dabei ist das Häusschen regelmäßig zu säubern und darauf zu achten, dass die Körner nicht nass werden.

Vogelperspektive

Schatzsuche und alte „Landkarte“ gestalten

Jedes Kind versteckt einen kleinen Schatz (z.B. in einer Streichholzschachtel) auf dem Gelände. Dann macht es eine Skizze, wo der Schatz versteckt ist. Dafür braucht es die Vorstellung, dass es den Ort aus der Vogelperspektive betrachtet und den „Schatz“ (mit Wegen, Bäumen, Haus etc.) markiert. Auch wo die Sonne steht, ist ein Hinweis.

Diese Skizzen werden unter den Kindern ausgetauscht, sie suchen die Schätze anhand der Karte und tauschen sich danach aus, was sie auf der Karte gut erkennen konnten.

Am Schluß werden die Skizzenblättern ausgestaltet, damit sie aussehen wie eine antike Landkarte (Ränder, Kompass). Zum Einfärben des Blatt Papier eignet sich eine Schicht starken Schwarzteesuds gut. Jede Karte wird so ein Unikat.