Andere Länder, andere Farben

Die Malerei der Aborigines besteht fast nur farbigen Erdpigmenten. Wir basteln aus einer Teppichrolle ein Regenmacherinstrument nach. Die Rolle ist fest, die Pigmente extrem gut deckend. Zum Schluß wird die Rolle mit Kichererbsen oder Kieseln gefüllt. Diese werden durch Holzspiesse im Rohr verlangsamt. Das Geräusch von rauschendem Wasser kann man so nachahmen.

Regenmacher: In Nordamerika stammt das Wort „Regenmacher“ aus der Kultur der amerikanischen Ureinwohner, die die Idee vertrat, dass ein Mensch durch eine das Spielen dieses Instruments Regen heraufbeschwören könnte.
Bewegt man das Instrument, hört sich das Geräusch wie ein Regenschauer an. Der Klang variiert – je nachdem, wie stark und wie schnell man den Regenmacher neigt. In der Musikpädagogik finden Regenmacher aufgrund dieses einzigartigen Effekts heutzutage regelmäßig Anwendung.
Wo kommen Erdfarben vor?
Erdfarben wie Ocker und Rötel werden in vielen Ländern abgebaut, beispielsweise in Deutschland, Frankreich, Italien, Zypern, Schweden, Norwegen und Finnland. In der Antike wie auch in der Moderne wurden Erdpigmente aus verschiedenen Ländern wie England (für rote Farbtöne), Spanien (Andalusien) oder dem französischen Roussillon verwendet, wo die Mineralien je nach Vorkommen leicht unterschiedliche Farbtöne erzeugen. 
Länder und ihre Erdfarben z.B. in Europa:
  • Schweden und Norwegen: In Dalarna und Umgebung (Schweden) sowie in Röros (Norwegen) gibt es Vorkommen von Erdpigmenten.
  • Finnland: Auch hier kommen Erdpigmente vor.
  • Deutschland, Frankreich, Italien und Zypern: In diesen Ländern werden gefärbte Erden im Tagbau gewonnen und zu Pulver verarbeitet.
  • England: es gibt spezielle Rottöne aus Erdfarben (Englischrot), die auch für Wappen und Häusern verwendet wurden.
  • Spanien: In Andalusien wurden ebenfalls Erdpigmente gefunden.
  • Frankreich: Im Roussillon kommen Erdpigmente vor.
  • Italien: Fassaden in Italien wurden oft mit Erdfarben gestrichen, die auch nach Jahrhunderten noch leuchten. 
Wie stellt man Erdfarbe her?

Es werden verschiedene Erdpigmente mitgebracht. Die Kinder sammeln aus der näheren oder ferneren Umgebung verschiedenfarbige Sande und Erden. Auch weiche Steine oder alte Ziegel können zerrieben werden und als Farbpigment verwendet werden. Umbra, Terra di Siena, Grüne Erde, Kasseler Braun, Tonerde weiß und Rußschwarz ergänzen die eigene gesammelte Erdfarbenpalette.

Die Sande und Erden werden mit einem Sieb von Unreinheiten und groben Stücken befreit. Nun können mit den Bindemitteln (Ei, Öl, Quark, Kasein, Kleister) Farben angerührt werden. Am besten lassen sich die Farben auf kleinen Papierstücken erproben. Danach  können sie auch großformative Bild- und Steinflächen gestaltet werden – allein oder als großes Gemeinschaftswerk.

Anregung bieten die Arbeiten von akfrikanischen oder australischen Künstlern. Hier ein Video über die Malerei der australischen Aborigines.

Geräuschesammler:
Als atmosphärische Ergänzung zum Malen eignet sich gut: https://earth.fm/ Dort gibt eine große Auswahl weltweiter Naturgeräusche.